Unser gemeinsames Ziel ist es Jugendlichen in Deutschland Ausbildungsplätze zu sichern. Wir haben uns auf den Bereich der Milch- und Lebensmittelindustrie konzentriert.Eigentlich wollten wir Sie über einen sehr interessanten Ausbildungsberuf informieren. Da jedoch mit der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt MLUA in Krefeld, die einzige Ausbildungsstätte für diesen Ausbildungsberuf in Nordrhein-Westfalen geschlossen werden soll, kämpfen wir um den Erhalt dieser weit über die Grenzen Deutschlands bekannten Ausbildungsstätte.
Ging hier wirklich alles mit rechten Dingen zu? Am 10.2.06 stellt die Stadt Krefeld ihr neues Sparpaket vor. Die Stadt muss 8,8 Millionen Euro einsparen. Betroffen sind Schulen, Theater und die Zentralstelle für Beschäftigungsföderung.
Woher nimmt die Stadt Krefeld jetzt das Geld die Gebäude der MLUA zu kaufen und der Privatschule Vera Becker zu Verfügung zu stellen. Schon damals gehörte die Zusammenarbeit mit der Privatschule zu einem der vielen Gesamtkonzepte,um die MLUA zu erhalten. Damals hatte man angeblich kein Geld sich an dem Überlebungskonzept der MLUA und um die Sicherung der Ausbildungsplätze zu beteiligen. Wenn man alle Konzepte wirklich berücksichtigt hätte, würde die MLUA heute noch bestehen. Unter diesem Aspekt hätte sich die Milchschule auch selbst getragen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Stadt Krefeld mit dem Kauf und den Erhalt dieses Gebäude mehr Geld ausgibt, als das was die MLUA zum Überleben gebraucht hätte.
Ich bezeichne den unnötigen Kauf als eine reine Geldverschwendung, wo alle Einrichtungen unter der so genannten Sparpolitik leiden.
Vielleicht fragen Sie einmal die Stadt Krefeld zu dieser Geldverschwendung.
Jetzt soll die Lehrmolkerei nach China verkauft werden.
Unsere Jugend in Deutschland ist es anscheinend nicht wert diese technische Anlage zukommen.
Hier geht es nur darum, den höchsten Ertrag zu erzielen.
Das war einmal der Plan:
Hiermit rufe ich zur landesweiten Solidarität gegen soziale Ungerechtigkeit und purer Geldverschwendung auf. Unsere Jugend hat leider keine Lobby, die dies verhindern könnte. Die Politiker können sich nicht immer wieder auf die Pisa Studie beziehen und unserer Jugend fehlende Lehrbereitschaft vorwerfen,wenn sie auf der anderen Seite den Lernwilligen keine Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt bzw. durch die Schließung der MLUA sogar Ausbildungsplätze vernichtet.
Wenn es nach den Worten der Neujahrsansprache und dem Aufruf "Gemeinsam sind wir stärker“ unserer Bundeskanzlerin geht, dann dürfte die Milchwirtschaftliche Lehr und- Untersuchungsanstalt nicht geschlossen werden.
Sollte auch die Milchwirtschaftliche Lehr-und und Untersuchungsanstalt von dem Wachstums-Programm der Bundesregierung von 25 Milliarden Euro profitieren ?
Wenn auch die SPD, als sogenannte Bildungspartei des 21. Jahrhunderts hinter ihrem bildungspolitischen Leitantrag steht,dann wäre die Schließung der MLUA kein Thema mehr.
Das falsche Spiel der Landwirtschaftskammer Es wird immer deutlicher, dass die Landwirtschaftskammer mit ca. 1500 Mitarbeitern, zwei Zentralen in Münster und Bonn, 15/26 Kreisstellen, 10 Schulstandorte,6 Bezirksstellen für Agrarstrutur mit der Schließung der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt MLUA ein abgekartetes Spiel betreibt. Während man den Ausbildungsmöglichkeiten der Agrarberufen mit dem Kooperationsvertragder Niederländischen Bauern und dem Ausbildungszentrum ACO- Oost noch ausbaut werden,finden die Molkereiberufe dagegen in der Landwirtschaftskammer keine Beachtung mehr. Und das zu einer Zeit, wo sich immer mehr Jugendliche seit Jahren für diesen Ausbildungsberuf interessieren und in den Agrarberufen mit 150 nicht besetzten Ausbildungsplätzen das Interesse rückläufig ist. Selbst mit aufwendige Aktionen konnten man diese leeren Ausbildungsplätze in den Agrarberufen nicht besetzen.
Und damit der Erhalt der Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt mit 120 Schulungs- und Ausbildungsplätze als einzige Ausbildungsstätte für die Molkereiberufe auch wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist, wurde die MLUA kurzfristig demontiert. Zunächst stellte die Landwirtschaftskammer als selbständiger Ausbildungsbetrieb die Ausbildung in Molkereiberufen ein und vernichtete somit 19 Ausbildungsplätze. Gleichzeitig nimmt man der MLUA mit dem Untersuchungsbereich die einzige Einnahmequelle weg. Die Auszubildenden der anderen Bundesländer erscheinen in keinem Erhaltungskonzeptes der MLUA und der stellvertretende Kammerdirektor hat sich mit diesen Bundesländern bzw. mit dem deutschsprachigen Ausland auch nie in Verbindung gesetzt.
Das ist ein Skandal.
Gegenüber dem Bildungsministerium für Bildung und Forschung begründet die LWK die Schließung der MLUA, dass innerhalb des bundesweiten Gesamtkonzepts die MLUA aufgrund mangelnden Bedarfs nicht mehr weitergeführt werden kann. Können wir uns wirklich den Abbau von Schulungskapazitäten in Deutschland und erst recht in NRW erlauben, wenn sich immer mehr interessierte Jugendliche für eine Ausbildung in der Milchwirtschaft interessieren? Diesen positiven Aufwärtstrend wagte sich selbst der stellvertretende Kammerdirektor nicht in meinem Beisein, auf einer öffentlichen Sitzung des MLUA- Kuratoriums zu präsentieren. Zu groß war die Angst, dass sich aus der Veröffentlichung dieser Zahlen ein Politikum entwickeln könnte. Diese Lüge hat sich jetzt zum Politikum erwickelt. Wie bekannt, zeigt sichdie schwarz-gelbe Koalition sich sehr großzügig zur Agrarlobby und überweist der Landwirtschaftskammer 17 Millionen Euro zusätzlich.
Mit diesem unerwarteten Geldsegen kann sich die Landwirtschaftskammer nicht nur weiterhin zwei Verwaltungsstandorte sondern auch einen Kammerdirektor leisten, der täglich zu den Verwaltungsstandorten bis zu 260 km verfährt. Hinzu kommen noch die Dienstfahrten weiterer Mitarbeiter der LWK zwischen Münster und Bonn. Und das sind immerhin für Hin- Rückfahrt 346 km.
Da bleibt kein finanzieller Spielraum mehr für 120 Schulungs- und Ausbildungsplätze.
Gibt es überhaupt noch Parallelen im Vergleich zu den Aufgabenbereich der anderen Kammern?
Doch gerade die Kammern haben sich im Ausbildungspakt verpflichtet, dafür zu sorgen, dass jeder Schulabgänger eine Ausbildung erhält? Dazu gehört auch die Landwirtschaftskammer. Viele sehen die Kamer nur noch als Transmissionsriemen zwischenden Bauernverbänden und den Landwirten.So haben auch schon viele Landwirte gewisse Zweifel an der Notwendigkeit der Landwirtschaftskammer. Einige sind davon
überzeugt,dass zu viele in Ihre Taschen greifen.
Es bleibt abzuwarten,ob sich die Landwirtschaftkammer den Verwaltungsstandort Bonn überhaupt noch leisten kann,wenn der Verantwortungsbereich, mit der Schließung der MLUA und der Außendienststelle Mettmann, wesentlich verkleinert wird?
Wenn man hier die gleiche wirtschaftliche Meßlatte, wie in anderen Bereichen anlegt,dann kann der Standort Bonn nicht überleben.Vielleicht hat man mit der geplanten Schließungder MLUA sich letzlich selbst den Ast abgesägt,den Bonn über viel Jahre verwaltet hat.
NRW zahlt die Hälfte der Fortbildung( Bildungsscheck der Landesregierung )
Die Unterstützung der Fortbildungsmaßnahmen nützen nur wenig, wenn z.B. mit der Schließung der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt MLUA die einzige Ausbildungsstätte für Weiterbildung in den Molkereiberufen in NRW geschlossen werden soll.Bis zur Schließung am 31.07.06 laufen hier noch folgende Weiterbildungslehrgänge.
- Meisterlehrgang –Molkereifachmann - Sachkundelehrgänge für die Milchbauern.
Eine zwingende Voraussetzung für Selbstvermarktung ihrer Produkte. Von der Schließung sind vor allem die Kleinbetriebe getroffen, die aus finanziellen Gründen nicht mehr ausbilden können. Sie können es sich einfach nicht leisten Ihre Auszubildenden nach Wangen zu schicken.Auf diese Art und Weise werden ca. 25-30 Ausbildungsplätze vernichtet.
2800 Jugendliche in NRW suchen noch Lehrstelle. Kann sich im Anbetracht dessen, dass 2800 Jugendliche noch Lehrstellen suchen, die Landregierung mit Unterstützung der Gewerkschaften überhaupt erlauben, mit der Schließung der Milchwirtschaftlichen Lehr und Untersuchungsanstalt MLUA in Krefeld nicht nur Schulungskapazitäten sondern auch Ausbildungsplätze zu vernichten? Das, bei 1800 nicht besetzten Ausbildungsplätzen, alleine 150 aus der Landwirtschaft kommen, sollten Ministerpräsident Rüttgers noch mehr beununruhigen! Bis jetzt hat unsere Jugend noch das Recht auf freie Berufswahl und sie lässt sich nicht in wenig populäre Berufsbilder drängen, um die Statistik zu befriedigen.
In diesen Bundesländern setzt man auf Zukunft und deshalb sind hier die Milchwirtschaftlichen-Lehr und Untersuchungsanstalten schon längst staatliche Einrichtungen.
Wieviel Know how will Herr Ministerpräsident Rüttgers in NRW denn noch vernichten.
Lesen Sie bitte den Brief der CDU. Herr Ministerpräsident Rüttgers und Herr Minister Uhlenberg können sich an nichts mehr erinnern und verstecken sich hinter dem Selbstverwaltungsrecht der Landwirtschaftskammer.Manche nennen das auch Betrug am Wähler.
Auf der Grünen Woche nutzte Minister Uhlenberg die Gelegenheit, dem Bundespräsidenten die Grundzüge der Agrarpolitik der neuen Landesregierung vorzustellen, die verstärkt auf den Zusammenhang von Arbeitplätzen in der Land- und Ernährungswirtschaft baut.Ich gehe davon aus das Minister Uhlenberg von der Vernichtung der Ausbildungsplätze nichts erzählt hat.
Das verspätete Wahlgeschenk von Minister Uhlenberg in Höhe 10,5 Mill. Euro an die Landwirtschaftskammer ist ein Zeichen schwarzer Klientelpolitik und geht zu Lasten der sozial Schwächeren bzw. auf Kosten von Ausbildungsplätzen. (siehe politische Wahrheit)
Verhindern auch Sie den sozialen Abbau im Jugendbereich.
Die von der CDU eingereichte kleine Anfrage von 2004 kann man sicherlich unter politisches Schaulaufen einordnen.Schreiben auch Sie an Herrn Minister Uhlenberg im Ministerium für Umwelt und Natur, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und sagen Sie ihm,was Sie von dieser sozialen Ungerechtigkeit halten. Mail:poststelle@munlv.nrw.de
Als Vorstandsmitglied der Landwirtschaftskammer und der Landesvereinigung der Milchwirtschaft hätte man die Vernichtung der Ausbildungsplätze verhindern müssen. Die Gewerkschaft IG Bau ist Vorstandsmitglied der Landwirtschaftskammer NRW und die Gewerkschaft NGG ist Vorstandsmitglied der Landesvereinigung der Milchwirtschaft.Von den Gewerkschaften wünsche ich mir, dass man sich bei diesem Thema nicht nur mit der Vergangenheitsbewältigung beschäftigt, sondern alles unternimmt, damit diese Ausbildungsplätze nicht vernichtet werden.
Hat man Angst, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit erfährt?Jugendliche,die die MLUA durch ihre Berufsausbildung und Meisterlehrgängen kennen und schätzen gelernt haben,finden es unerträglich was hier passiert und werden deshalb aus der Gewerkschaft ausstreten!
Der neue Präsident Landwirtschaftskammer scheint es ganz besonders eilig zu haben, indem er schon vorzeitig den Verkauf des Inventars anordnet. Vielleicht nimmt man schon am Montag der MLUA, mit dem Untersuchungsbereich, endgültig die einzige Einnahmequelle weg, um den Verwaltungsstandort in Münster zu stützen.Man braucht diese Einnahmequelle um sich schließlich zwei Verwaltungsstandorte leisten zu können.Und das geht eben nur auf Kosten der Ausbildungspätze.
Anscheinend wird schon vor dem eigentlichen Schließungstermin am 31.07.06 das Tafelsilber verkauft,damit für eine Rettungsaktion wirklich nichts mehr übrig bleibt.
Wieder ein Beweis dafür, dass hinter der Vernichtung dieser Ausbildungsplätze ein System steckt.
Vielleich wird den Rheinischen Milchbauern jetzt bewusst, wer ihnen nur in die Tasche greift und wer ihnen Vorteile bringt.Es ist jetzt schon bekannt, dass Brüssel die Hygienevorschriften bei den Milchbauern verschärfen wird.Das heißt,dass auch das Anforderungsprofil der Milchbauern immer größer wird.Unverständlich, dass man dann die Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt MLUA schließt, die ihnen bisher bei der Problembewältigung in jeder Hinsicht geholfen hat.Oder hat die Schließung der MLUA System.(siehe Hintergründe)
Ich bekenne mich zu "Du bist Deutschland" weil es eine Kampagne ist, die in uns nicht nur das "Wir Gefühl" wieder erweckt , sondern den Menschen auch Mut macht, selbst aktiv zu werden.Ich wünsche der Initiative viel Erfolg.
Dieser Aufruf sollte eingerahmt auf dem Schreibtisch aller Politiker stehen und die konstruktiven Beiträge aus der Bevölkerung sollten als Pflichtlektüre eingeführt werden.